Eine nachtblaue Traumstadt: Links eine Dampflokomotive mit gläsernen Schaukästen, zerfließende Uhren und Clowns. In der Mitte ein Haus, in dessen rotem Rahmen eine Gestalt mit verbundenen Augen sitzt, von der leuchtende Fäden in gläserne Würfel voller Zahnräder herabströmen. Oben rechts fliegt ein Geiger über die Dächer und zieht Notenlinien hinter sich her; rechts zwei Mädchen in Rot und Blau, ein Ziegenkopf und eine Rose im Wasser.

Die unsichtbaren Fäden

In diesem Bild scheint alles miteinander verbunden zu sein, obwohl die einzelnen Szenen zunächst unabhängig voneinander wirken. Uhren, Häuser, Menschen, Musik und Erinnerungsfragmente bilden ein komplexes Netz aus Vergangenheit, Gegenwart und innerer Wahrnehmung. Im Zentrum sitzt eine Frau mit verbundenen Augen, während leuchtende Linien aus ihrem Körper in den Raum hinauswachsen. Sie kann nicht sehen und scheint dennoch mit allem verbunden zu sein. Die Musik des schwebenden Geigers wird zu einer unsichtbaren Kraft, die durch die verschiedenen Ebenen der Traumwelt fließt. Persönliche Figuren und vertraute Symbole treffen auf fantastische Wesen und unmögliche Situationen. So entsteht eine Welt, in der nicht das Sichtbare, sondern die verborgenen Beziehungen entscheidend sind. Das Werk erzählt davon, dass manche Verbindungen erst spürbar werden, wenn wir aufhören, ausschließlich mit den Augen zu sehen.