Ein zersprungenes goldenes Zifferblatt spannt sich durch das Bild, gekreuzt von silbernen und goldenen Ketten. Davor stehen Gestalten in Rosa, deren Gesichter aus Kristallscherben und Spiralen bestehen; in der Mitte eine Vitrine mit einer Lotusblüte und einem Kindergesicht. Rechts eine verschleierte Figur aus Sternenlicht mit einem einzelnen Auge, unten eine große Amethystgeode, links eine Wüste mit einer Gottesanbeterin an einer Harfe. Im Vordergrund geflügelte Insekten und Schneekristalle.

Das Archiv der Erinnerung

Dieses Werk führt in einen Raum, in dem Erinnerungen nicht geordnet, sondern miteinander verkettet sind. Eine zerbrochene Uhr öffnet den Blick auf verschiedene Ebenen von Zeit, Identität und Wahrnehmung. Menschliche Figuren erscheinen gleichzeitig vertraut und fremd, als würden sie unterschiedliche Versionen derselben Erinnerung verkörpern. Ketten durchziehen das Bild und stehen für Verbindungen, die sich nicht einfach lösen lassen. Kristalle, Insekten, Augen und organische Formen wirken wie gespeicherte Fragmente des Unterbewusstseins. Im Zentrum entsteht ein Ort zwischen Labor, Traum und innerem Archiv. Die Vergangenheit wird hier nicht einfach erinnert, sondern immer wieder neu zusammengesetzt. Das Bild stellt die Frage, wie viel von dem, was wir für Erinnerung halten, tatsächlich unverändert in uns bleibt.