Ein Innenraum, in dem mehrere Szenen gleichzeitig laufen: Links zwei Skelette und ein erschrockener Mann im dunklen Anzug, in der Mitte eine grüne, schreiende Riesengestalt, die aus einem Ofen aufsteigt, umgeben von Zahnrädern und zerfließenden Uhren. Rechts eine Frau am Computer und ein Mann im Anzug mit Kaffeetasse im rosa Sessel. Unten ein Mädchen mit Zauberhut, Kristallkugel und schwarzer Katze auf einem Bett, daneben eine lesende Hexe; in der Mitte tanzt eine Frau im grünen Kleid mit einem Wischmopp in leuchtenden Wasserwirbeln. Auf dem Boden aufgeschlagene, strahlende Bücher.

Das Haus der vielen Wirklichkeiten

Innerhalb eines einzigen Raumes existieren zahlreiche Geschichten gleichzeitig. Arbeit, Angst, Magie, Tod, Kindheit und Alltag begegnen einander ohne klare Grenze. Zerfließende Uhren und leuchtende Bücher lösen die normale Ordnung von Zeit und Raum auf. Jede Figur scheint in ihrer eigenen Wirklichkeit zu leben und bleibt dennoch Teil derselben Komposition. Das Haus wird dadurch zum Sinnbild des menschlichen Bewusstseins mit seinen widersprüchlichen Anteilen. „Das Haus der vielen Wirklichkeiten“ erzählt davon, wie viele Welten gleichzeitig in einem Menschen existieren können.