Ein nachtblauer Stadtplatz voller Wunder: Oben links zerfließende Uhren, Clowns und geflügelte Puppen, links eine Dampflokomotive auf Schienen. In der Mitte ein Haus, in dessen offenem Geschoss eine Seiltänzerin im roten Kleid unter einem Zirkusdach balanciert. Rechts fliegt ein Geiger über die Dächer, ein Paar umarmt sich in der Luft, drei Mädchen in Rot und Blau stehen auf dem Pflaster. Im Vordergrund wächst eine Rose aus dem Wasser.

Die Stadt, die träumt

Eine nächtliche Stadt verwandelt sich in eine Bühne des Unmöglichen. Uhren beginnen zu zerfließen, Figuren schweben, ein Geiger fliegt über die Dächer und eine Rose wächst aus dem Wasser. Der öffentliche Raum folgt plötzlich den Regeln des Traumes. Trotzdem wirkt die Szene nicht chaotisch, sondern wie eine Welt mit ihrer eigenen inneren Ordnung. Jede Figur erlebt einen anderen Ausschnitt dieser Realität. „Die Stadt, die träumt“ stellt die Vorstellung auf den Kopf, dass nur Menschen träumen – vielleicht besitzt auch ein Ort seine Erinnerungen, Wünsche und Geheimnisse.