Zwei Welten übereinander: Oben eine winterliche Straße mit einem Turm aus zerfließenden Uhren, einem riesigen Ohr an der Wand, Lautsprechern, aus denen Münder sprechen, einem Auge auf der Aufzugstür und lichten Gestalten, die durch ein gläsernes Treppenhaus schweben. Unten eine verschneite Einkaufsstraße in der Dämmerung: Einer Frau ist der Kopf zum aufgeschlagenen Buch geworden, einer anderen das Kleid zum Sternenhimmel, in der Hauswand öffnet sich eine Spiralgalaxie, und rechts sitzt eine Holzpuppe auf einem Haufen Goldmünzen.

Stimmen des Unbewussten

Augen sehen, Münder sprechen und ein riesiges Ohr scheint alles aufzunehmen. Bücher, kosmische Räume und menschliche Gestalten verwandeln die Stadt in eine Landschaft innerer Wahrnehmung. Das Werk beschäftigt sich mit den vielen Signalen, die täglich in unser Bewusstsein gelangen. Manche verstehen wir sofort, andere bleiben rätselhaft und kehren später als Bilder, Gedanken oder Träume zurück. Die Grenze zwischen äußerer Information und innerer Stimme wird zunehmend unscharf. „Stimmen des Unbewussten“ fragt, wie viel von dem, was wir wahrnehmen, tatsächlich bewusst verarbeitet wird.