Ein hochformatiges abstraktes Bild in Kupfer-, Rost- und Weißtönen. Durch die Mitte zieht sich diagonal ein helles, pastos aufgetragenes Band, das an ein Flussbett oder eine Schlucht aus der Vogelperspektive erinnert. Oben rechts fächert sich eine wurzelartige Struktur auf; die Farbe ist stellenweise dick gespachtelt und bricht in Krusten auf.

Etwas ist dort hindurchgegangen

Niemand weiß, was hier geschehen ist.

Etwas scheint die Oberfläche geöffnet zu haben. Eine Spur zieht sich durch die Tiefe, als hätte sich etwas seinen Weg hindurchgebahnt und wäre danach verschwunden.

War es eine Landschaft? Ein Körper? Eine Erinnerung? Vielleicht ist es auch der Abdruck von etwas, das niemals sichtbar werden sollte.

Die Formen verändern sich mit jedem Blick. Wo eben noch Stein war, erscheint plötzlich Haut. Wo man eine Landschaft vermutete, entsteht eine Gestalt. Und einen Moment später ist sie wieder verschwunden.

Das Bild gibt keine Antwort. Es hinterlässt nur eine Spur. Und die Frage, wer oder was sie hinterlassen hat.