Ein hochformatiges Bild in Nachtblau, Grau und Gelb mit pastosen, verwischten Pinselstrichen. In der Mitte ein großes, fragmentiertes Gesicht unter einer gelben Kappe; im linken Auge sitzen Zahnräder, im rechten ein Sternenwirbel. Eine grüne Treppe mit Bogenarkaden windet sich im Zickzack vom unteren Bildrand durch das Gesicht nach oben, an ihr ein Uhrturm. Links schweben durchscheinende weiße Gestalten mit leuchtenden gelben Herzen nach oben, rechts wehen helle Haarsträhnen und gelbe Blüten. Oben rechts steht ein kleiner Mond mit einem Dreieck darin.

Die Treppe nach innen

„Die Treppe nach innen“ ist ein Werk über Erinnerung, Wahrnehmung und die Suche nach dem eigenen inneren Raum. Eine scheinbar endlose Treppenarchitektur führt durch ein fragmentiertes Gesicht und verbindet unterschiedliche Ebenen von Zeit, Bewusstsein und Identität. Uhren, Zahnräder und transparente Gestalten erscheinen wie Spuren vergangener Erfahrungen, die sich nicht vollständig auflösen, sondern im Inneren weiterwirken.

Die schemenhaften Figuren wirken wie Erinnerungen, Gedanken oder frühere Versionen des eigenen Selbst. Gelbe Lichtpunkte durchbrechen die kühle, dunkle Farbwelt und geben dem Bild etwas Hoffnungsvolles. Die Treppe führt dabei nicht zu einem sichtbaren Ziel. Sie wird vielmehr zum Symbol einer inneren Bewegung: des Suchens, Erinnerns und Verstehens.

Das Werk bewegt sich zwischen Malerei, Traum und surrealer Bildsprache. Es fragt, ob Entwicklung tatsächlich ein Weg nach vorne ist oder manchmal vielmehr ein Weg tiefer in uns selbst.